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Review: Volkswagen & SAP Hackathon #InnoJam++ auf der CeBIT 2016

Auch dieses Jahr war ich wieder auf die CeBIT um mich über die neusten Entwicklungen der IT zu informieren und selber ein Stück zu dieser Entwicklung beizutragen. Aus diesem Grund nahm ich am InnoJam++ Hackathon von SAP und Volkswagen teil.

Bei diesem Hackathon ging es darum Challenges zu dem Thema „Mobility of the future“ und Internet der Dinge / Internet of Things (IoT) zu bewältigen. Die Teilnehmer bei diesem Wettbewerb waren aus den unterschiedlichsten Ländern – 83 Menschen aus über 15 Ländern nahmen insgesamt am SAP InnoJam++ teil. Es gab 16 Teams die an verschiedensten Ideen über den Zeitraum von drei Tagen Ihre Lösungsansätze entwickelten und letztendlich präsentierten.

SAP InnoJam 2016 Team Bild - Predictify
SAP InnoJam 2016 Team Bild – Predictify

Mein Team bestand dabei aus einer Designerin, einem Industriekenner und zwei Wirtschaftsexperten, welche aus Österreich, Pakistan, Mexico und Marokko angereist waren. Zusammen mit meinen vier Mitstreitern wurde eine Idee zu dem Thema „Predictive Maintenance“ entwickelt.

Bei der Predictive Maintenance geht es darum, die von den Sensoren erfassten Messwerte der Maschinen und Anlagen an eine Wartungszentrale zu übermitteln und aus den erfassten Werte vorherzusagen, wann eine Maschine möglicherweise nicht mehr oder nur noch beeinträchtigt funktionsfähig sein wird (http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Fernwartung-remote-support-maintenance.html). Unsere Lösung sollte dabei speziell unter der Betrachtung der Aufgaben einer Produktionsstraße von Autos entwickelt werden.

Der Ideation Prozess erfolgte dabei strikt mit Fokus auf den Nutzer. Zunächst sollten wir die Aufgabenstellung so umformulieren, dass das gesamte Team eine einheitliche Auffassung von der Problemstellung hat, um darauf aufbauend eine Lösung zu entwickeln. Nach diesem Prozess wurde mit der Methode „Persona“ eine imaginäre Person entwickelt, welche am Ende unseren Kunden darstellt. Bei der Persona wurde die verschiedenen Eigenschaften der imaginären Person sehr detailliert beschrieben und so mögliche Einschränkungen sichtbar gemacht. Mehr Informationen zum Thema Persona können hier nachgelesen werden (http://www.usability.gov/how-to-and-tools/methods/personas.html).

Während des gesamten Prozess hatten wir Feedback von Mentoren erhalten. Die Mentoren waren dabei Spezialisten in den verschiedenen Bereichen – Design, Produktion und Kommunikation. Bei unserem Thema „Predictive Maintenance“ hatten wir zudem noch einen Spezialisten von Volkswagen an unserer Seite, welche uns Input zu der Problematik von der Wartung von Maschinen bei Volkswagen geben konnte.

Aus den Informationen, welche wir als Team gesammelt haben, wurde eine Mind-Map entwickelt. Aus dieser Mind-Map ergaben sich Ideen für zwei Anwendungen, welche das Team als interessant eingestuft hatten. Eine Anwendung war eine Online-Plattform, welche dem Produktionsmanager eine Übersicht über allen laufenden Maschinen gibt. Zudem sollte über verschiedene Sensor-Daten errechnet werden ob es Anomalien – also Abweichungen zum normalen Zustand – gibt. Auf Basis dieser Anomalien sollte dann ein Wartungshinweis auf dem Dashboard angezeigt werden. Die zweite Idee, wofür wir uns letztendlich auch entschieden haben, ist eine App zur Vorhersage von Wartungsterminen von Roboter für den Produktionsmanager, welche nicht nur eine Übersicht über die Maschine bietet, sondern auch genaue Anweisungen zu der Maschine geben kann.

Diese App ist so nicht nur für den Produktionsmanager nutzbar, sondern auch für die Mechaniker, welche die Maschinen in Stand halten müssen. Unsere App besteht dabei aus fünf verschiedenen Anwendungsbereichen:

  • Machine Maintenance
  • Energy Consumtion Prediction
  • Budget Prediction
  • Machine Finder
  • Maintenance Task Manager

Für jeden dieser Bereiche entwickelten wir ein eignes Konzept. Das Ergebnis kann unter http://predictify.de/ angesehen werden. Für die Entwicklung der Anwendung nutzten wir die SAP HANA Cloud Plattform zur Entwicklung unseres Backends, welches in Java umgesetzt wurden ist. Das Backend auf der SAP HANA Cloud Plattform dabei bei unserer Anwendung eine API bereit, welche die Sensor-Daten verarbeitet und die Daten für die App ausliefert. Die mobile Anwendung, welche auf allen bekannten Smartphone Betriebssystemen lauffähig ist, wurde mit Ionic Framework umgesetzt.

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Noch während der Entwicklung der Anwendung durfte ich die Teilergebnis meines Teams auf der SAP Bühne vor einigen interessieren Zuhörern präsentieren. Anbei könnt Ihr ein paar Bilder von Twitter sehen:

Am Ende hatten wir unsere Anwendung fertig und präsentierten Sie vor einer Jury aus VW und SAP Führungskräften. Leider kamen wir mit unserer Idee nicht in das Finale. Trotzdem bin ich sehr stolz auf mein Team und freue mich an dem Wettbewerb teilgenommen zu haben.

Letztendlich gewann eine Fahrschüler-App den ersten Preis von SAP. Eine weitere App für die Optimierung von Fahrten für Pendler gewann einen Sonderpreis von Volkswagen. Den Gewinnern gratuliere ich nochmals sehr herzlich und bin gespannt, wann ich die Anwendungen auf meinem iPhone ausprobieren darf.

Insgesamt war es wiedermal eine schöne Zeit, welche ich auf der CeBIT in Hannover verbracht habe. Ich habe sehr viele neue Menschen kennen gelernt und freue mich einige der Teilnehmerin und Teilnehmer in Ihren aktuellen Heimatländern besuchen zu dürfen. Falls du dich nun auch für das Thema Hackathons interessierst kann ich dir folgende Seite empfehlen: https://hackevents.co/

Hack on.

Referenzen / Links:
Header-Bild (iPad): http://www.pixeden.com/psd-mock-up-templates/psd-ipad-air-2-vector-mockup

marcelengelmann

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