Hack.Stuttgart | Hackathon von DigitalLife Campus@Daimler

Hackathons sind immer mehr im Trend. Die aus Amerika übernommene Art innerhalb von einem sehr kurzen Zeitraum – meistens über das Wochenende – aus einer Idee einen funktionierenden Prototype zu entwickeln wird bei Cooporates immer beliebter. Auch Damiler veranstaltete vom 08.04. bis 09.04. einen eigenen Hackathon und weil ich mich persönlich sehr für die Mobilität der Zukunft interessiere, hatte ich natürlich auch ein hohes Interesse mich dort anzumelden.

Zusammen mit vier weiteren jungen Männer aus der Entrpeneurship Hochschulgruppe Pionier Garage hatte ich mich für den Programmierwettbewerb „Hack.Stuttgart“ von Daimler angemeldet. Bei der Anmeldung konnten sich die Teams zwischen Digital Health und Digital Home entscheiden. Unser Team entschied sich für Digital Health. Nach erfolgreicher Anmeldung sendete uns Daimler einen Koffer mit verschiedenen Sensoren zu. Mit diesem konnte sich mein Team und ich vertraut machen und schon Mal den ein oder anderen Sensor ausprobieren. Nach erfolgreicher Erprobungsphase war dann auch der 08.04. gekommen und die Reise von Karlsruhe nach Stuttgart begann.

Zusammen mit zwei meiner Mitstreiter ging es von Karlsruhe nach Stuttgart, wo wir die anderen zwei Kollegen trafen. Die Veranstaltung fand in der Budda Lounge Stuttgart statt. Eine sehr interessante Location gestalltet im Stiel eines chinesischen Budda Tempels. Neben verschiedenen AMG Modellen, welche vor der Event-Location geparkt waren, gab es auch einen mit kleinen Spiegeln besetzen Smart. Die Location war sehr entspannt eingerichtet und neben der Hacking-Area gab es auch sehr viele Möglichkeiten sich bequem hinzusetzen. Auch für die Vergnügung zwischen durch war gesorgt, sodass es ein Auto-Kicker gab. Für den Auto-Kicker wurden zwei versteuerte Autos – Mercedes AMG GT – als Spieler für den Kickerball genutzt. Insgesamt war die Location wirklich entspannt und ganz anders, als bei anderen Hackathons wo ich bisher teilnehmen durfte.

Hack.Stuttgart Daimler Mercedes

Nachdem alle Team-Mitglieder angekommen waren ging es an die Überlegung der Idee. Schon während der Autofahrt hatten wir uns ein paar Gedanken gemacht, allerdings noch nicht die zündende Idee. Zunächst unterhielten wir uns über die verfügbaren Sensoren und untersuchten mit einer einfachen Internet-Recherche, wie weit der aktuelle Stand im Bereich Digital Health im Bezug auf Mobilität ist. Bei der Analyse der Sensoren kam uns die Idee, dass wir auf jeden Fall etwas machen wollen, bei dem wir die Vital-Werte der Insassen eines Autos verwenden, um darauf auf bauend mehr Funktionalität zu bieten oder das Sicherheitsgefühl der Insassen zu stärken. Aktuell hört und ließt man immer mehr von autonomen Autos oder selbstlernenden Systemen. Auch ich fand und finde dieses Thema sehr interessant. Schon 2010 entwickelte ich ein eigenes autonomes emissionsfreies Elektro-Auto-Modell.

Auf unseren Idee kam wir bei unser Diskussion auf drei Punkte die wir bei unserem Hack einbeziehen wollten: Fahrspaß, Sicherheit und Zukunftstechnologien. Aus diesen Prämissen aufbauend entwickelten wir diverse Idee. Diese Ideen waren z.B. Hilfssoftware zu Messung von Fahrspaß auf Basis von Vitaldaten zur Auswertung für Daimler, Reporting Tool für die Insassen über Ihren körperlichen Zustand während der Fahrt. Die Idee die sich am Ende bei allen durchsetze war: „Automated suggestions for customization of car settings based on heath recognition“ oder auf deutsch: „Automatisierte Vorschläge zur Veränderung der Auto-Einstellungen basierend auf Gesundheitsinformationen der Insassen“.

Nachdem wir das Thema festgelegt und die ersten Skizzen zu der Idee entwickelt hatten, ging es an die Umsetzung. Dabei teilten wir die Aufgaben so ein, dass alle Team-Mitglieder Ihre Fähigkeiten optimal einsetzen konnten. Ich war dabei für die Erstellung einer App, sowie die Gestaltung. Dabei hatten wir uns zunächst in dem Team darauf geeinigt eine mobile Anwendung für iOS zu bauen. Die Entwicklung der iOS App ging dank dem hybrid Framework „Ionic“ sehr schnell.

Nach und nach wurde aber klar, dass die Anwendung ehr in die Head-Unit eines Autos integriert werden sollte. Aus diesem Grund versuchten wir an das Interieur einer Mercedes S-Klasse zu kommen, um anschließend mit HTML und CSS eine entsprechende Oberfläche zu entwickeln. Nachdem wir das passende Interieur gefunden hatten haben wir verschiedene Funktionen in die Oberfläche implementiert. Neben der Darstellung des Stress-Levels konnten wir die verschiedenen Vital-Werte, welche durch die Sensoren gemessen wurden, darstellen. Dies ermöglichte zum Einen den Beweis, dass unser System in der Lage ist aus verschiedenen Vital-Werten einen Stress-Score zu berechnen und zum Anderen nachzuverfolgen in welcher Ausprägung die einzelnen Parameter der Vital-Werte beeinflussen.

Zum Ende des Hackathons wurde jedoch die Zeit knapp und wir konnten bei der Vorbereitung der Präsentation, diese nicht am Beamer testen. Ein Fehler, wie sich bei der Präsentation heraus stellen sollte. Nach 24 Stunden entwickeln, designen und diskutieren mussten die Ergebnisse stehen. Der Countdown wurde runtergezählt und wir waren genau mit dem Ende der Zeit fertig.

Auch die anderen Teilnehmerin und Teilnehmer hatten coole Projekte, welche ich schon während der 24-Stunden Hack-Session bestaunen konnte. Nun wurden die verschiedenen Projekte präsentiert. Dabei gab es sehr unterschiedliche Arten die Präsentation zu halten. Letztendlich gewann das Team Inceptor mit einer Anwendung, welche basierend auf Vitalwerten das Entertaiment System des Autos modifiziert. Mein Team und ich landeten auf den 3.Platz. Neben den 3.Plätzen gab es auch einen China-Award, für die beste Idee für den chinesischen Markt.

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Insgesamt war der Hackathon wieder sehr gelungen, allerdings doch ganz anders, als meine vorherigen Erfahrungen. Ich bin gespannt, wie und ob sich die von meinem Team entwickelte Anwendung nun weiter verwenden lässt. Falls etwas in dieser Richtung passiert werde ich euch natürlich informieren.

 

Weiterer Artikel zum Hackathon:
http://www.onlinewerk.info/2016/04/teams-mit-onlinemedien-studenten-belegen-siegerplaetze-bei-daimler-hackathon/

marcelengelmann

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