Simon Sinek on Millennials in the Workplace YouTube

Kommentar: Simon Sinek on Millennials in the Workplace [Video]

Heute bin auf das Video von Herrn Simon Sinek aufmerksam geworden. In diesem Video spricht Herr Sinek über die sogenannten „Millennials“, welche öfter auch als „Generation Y“ bezeichnet werden.

Wikipedia definiert dabei Millennials / Angehörige der Generation Y wie folgt:

Generation Y (kurz Gen Y) wird die Bevölkerungskohorte bzw. Generation genannt, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 1999 geboren wurde. Je nach Quelle wird diese Generation auch als Millennials (zu deutsch etwa die Jahrtausender) bezeichnet. Daneben ist die Generation die erste der Digital Natives. Welche Eigenschaften Mitgliedern dieser Gruppe zugeschrieben werden können, wird in der Fachliteratur und anderen Medien vielfältig diskutiert. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Y

Um Dir ein besseres Verständnis über das heutige Blog-Thema zu geben, habe ich das Video in diesen Artikel eingebunden.

Simon Sinek on Millennials in the Workplace

Video Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=hER0Qp6QJNU (Alle Rechte liegen beim Urheber)

Zusammenfassung auf Deutsch (überspringen)

In dem oben eingebundenen Video berichtet Herr Sinek über vier große Problemfelder die er bei der Generation der „Millennials“ ausgemacht hat. Diese Problemfelder sind: (elterliche) Erziehung, Technologie (Abhängigkeit), Ungeduldigkeit und Umgebung (Arbeitsumgebung).

Die erste Fehlerquelle sieht er bei den Erziehungsstrategien der Eltern und der Lehrer. Kindern aus der Generation Y wurde nach seiner Meinung (zu) oft gesagt, dass Sie etwas „Besonderes“ sind. Zudem wurde Ihnen mitgeteilt, dass Sie alles in der Welt jederzeit haben oder erreichen können. Er beschreibt zudem das Problem, dass schulische Leistungen nicht angemessen bewertet werden, da Eltern druck auf die Lehrer ausüben. Auf Grund dieses Drucks vergeben manche Lehrer zu gute Noten. Mit diesem Vorgehen nehmen die Lehrer allerdings anderen Kindern, die sich wirklich anstrengen, die Motivation dauerhaft hohe Leistungen zu erbringen, da diese Kinder sahen, dass die gleiche Note mit weniger Leistung erreicht werden können. Sollen diese Kinder dann auf dem Arbeitsmarkt bestehen, funktioniert dies nicht. Dort merken Sie, dass Sie nichts Besonderes sind und Ihre Leistung nicht dem entspricht, was Ihnen Ihr Zeugnis suggeriert.

Als nächstes Spricht Herr Sinek das Thema Technologie an. Dabei bezieht er sich vor allem auf Soziale Medien (Social Media) und beschreibt das Problem der Selbstdarstellung auf den verschieden Sozialen Netzwerken. Die meisten Menschen präsentieren dort Ihr Leben von den schönsten Seiten, während es Ihnen im realen Leben nicht gut geht und Sie unter Depressionen leiden. Darauf folgend beschreibt er die psychologische Wirkung von „Gefällt mir“-Angaben auf den Menschen. Herr Sinek beschreibt, dass durch eine „Gefällt mir“-Angabe das „Glücksarmin“ Dopamin ausgeschüttet wird. Der gleiche Stoff wird auch bei der Zunahme von Zigaretten oder Alkohol, sowie dem Spielen von Glücksspiel ausgeschüttet. Anschließend weißt er darauf hin, dass es für Alkohol,  Zigaretten und Glücksspiel ein Mindestalter gibt. Die Verwendung von Social Media benötigt, laut seiner Aussage, kein Mindestalter. Anschließend vergleicht er das Öffnen einer alkoholischen Bar für Minderjährige mit der Freigabe von Social Media für diese Zielgruppe. Herr Sinek berichtet anschließend davon, dass Jugendliche bei Stress ehr eine Social Media Seite aufrufen oder zu Alkohol greifen anstatt sich an eine Person Ihres Vertrauens zu wenden. Zu dieser Äußerung setzt er hinzu, dass die Menschen der „Generation Y“ nicht wissen, wie eine wertvolle und langfristige Beziehung aufgebaut werden kann. Außerdem spricht er von der Social Media- und Smartphone-Sucht, der einige Jugendliche verfallen sein. Dabei gibt er das Beispiel, dass Menschen beim Essen mit anderen Ihr Smartphone nutzen, um mit weiteren Personen zu kommunizieren, welche nicht im Raum sind. Ein weiteres Beispiel von Ihm ist, dass in Geschäftsbesprechungen jeder vor dem Gespräch und auch während dem Gespräch auf das Smartphone schaut.

Sein dritter Punkt ist, dass Menschen der Generation Y ungeduldig sind und immer die Erfüllung Ihrer Wünsche mit keiner oder einer sehr geringen zeitlichen Differenz erwarten. Als Beispiel nennt er Amazon (Sofortige Lieferung aller Waren), Netflix (On-Demand Filme und Serien) und Tinder (Orts- und Zeitunabhängiges Dating). Laut seiner Aussage können die meisten Wünsche eines Menschen innerhalb einer geringen zeitlichen Differenz zwischen Äußerung und Erfüllung bedient werden. Einzige Ausnahme davon sind die Wünsche langfristige Job-Zufriedenheit und innige Beziehungen zu anderen Menschen.

Danach geht Herr Sinek darauf ein, dass die Millennials lernen müssen Geduld zu üben, um zu erfahren, wieso ein Job oder eine Beziehung einen großen Wert hat. Laut seiner Aussage entstehen erfüllende Jobs und innige Beziehungen nur dann, wenn diese über eine lange Zeit gereift sind und nachhaltig immer wieder Vertrauen zu dieser Person aufgebaut wird. Wenn sich die aktuelle Generation nicht ändert, sieht Herr Sinek das Problem, dass immer mehr Menschen Selbstmord begehen oder 70 Jahre lang kein erfüllendes Leben führen. Als „Best Case Szenario“ beschreibt er, dass Menschen alles nur „okay“ finden. („Wie läuft Deine Beziehung? Ist Okay. Wie gefällt Dir Dein Job? Er ist Okay.“)

Sein letzter und vierter Punkt ist die Umwelt der Generation Y. Besonders meint er dabei die Arbeitswelt, in welche die „aktuell“ jungen Erwachsenen entlassen werden oder bald Ihren Einstieg finden müssen. Er kritisiert dabei die Unternehmen, die ausschließlich auf Zahlen und Wachstum achten, aber nicht auf die „wirklichen“ Belange dieser Generation. Herr Sinek meint, dass die Unternehmen den Menschen der Generation Y helfen müssen die Fähigkeiten zu entwickeln, zu verstehen was Lebensfreude und Erfüllung im Job wirklich bedeutet. Dabei wird er zum Teil auch konkret und gibt anwendbare Anweisungen. Seiner Meinung nach sollen alle Smartphones in Konferenzräumen verboten werden, damit die soziale Interaktion zwischen den Menschen steigt und sich enge Verbindungen zwischen den Menschen überhaupt aufbauen können. Anschließend beschreibt er, dass sich Vertrauen nur dann entwickelt, wenn man über einen langen Zeitraum gut zusammen arbeitet.

Abschließend gibt er anwendbare Tipps, wie man die mögliche Abhängigkeit zu seinem Smartphone reduzieren kann, Er spricht davon, dass jeder sein Smartphone zu Hause lassen sollte, wenn sie / er zu einem Essen mit ihren Freundinnen / seinen Freunden geht. Außerdem gibt er das Beispiel, dass niemand das Smartphone neben seinem Bett aufladen sollte, da sonst die Gefahr zu groß ist, dass das Smartphone bis lange in die Nacht genutzten wird und die Menschen so um Ihren Schlaf gebracht werden. Auch als Wecker würde er sein Smartphone nicht benutzen, da es eine zu großes Potenzial birgt doch kurz mal auf Facebook die aktuellsten Informationen in Erfahrung zu bringen.

Meine persönliche Meinung zum Vortrag über Millennials von Herrn Sinek

Ich finde das Video und die Aussagen von Herrn Sinek sehr interessant. Anders kann ich es auch nicht erklären, dass ich einen so ausführlichen Blogartikel darüber schreibe. Ich selbst gehöre zu der angesprochenen Generation (Generation Y / Millennials) und kann sagen, dass Herr Sinek in vielen Fällen sicherlich Recht mit seiner Meinung über meine Generation hat. Allerdings würde ich behaupten, dass es im Detail gravierende Unterschiede zwischen den Menschen meiner Generation gibt. Auch die Aussage, dass soziale Netzwerke kein Mindestalter aufweisen ist falsch. Die Anmeldung auf den meisten Plattformen erfordert ein Alter von mindestens dreizehn oder mehr Jahren. Die Behauptung, das niemand von der Generation Y Spaß, Lebensfreude und Zufriedenheit bei seiner Arbeit erfährt sehe ich nur sehr bedingt in der Realität. Ich kenne durchaus einige, die Ihren Job mögen und Spaß bei der Arbeit haben. Menschen die keinen Spaß bei der Arbeit haben finden sich gleichwohl in allen Generationen und ist meiner Meinung nach kein spezielles Problem der Millennials.

Zwar kann es jemanden, welcher sich vor allem in der Technologie-Industrie bewegt so vorkommen, dass einige junge Menschen mit dem was Sie tun nicht zufrieden sind, obwohl Sie alle erdenklichen Vorteile durch Ihre Arbeitsstelle genießen, allerdings ist das nur eine sehr kleine Gruppe an Menschen. Ich finde es zudem auch sehr gut, wenn sich Menschen selbstverwirklichten wollen und sich daran erfreuen, mit Ihren Fähigkeiten etwas neues gestallten zu können. Alleine aus diesem Grund muss die Aussage von Herrn Sinek, dass für die Millennials alles nur „Okay“ ist, abgemildert werden, um Ihre Gültigkeit zu behalten.

Ich weiß, dass manche Aussagen von  Herrn Sinek sicher gespritzt formuliert sind und er macht damit auch klar eine Position deutlich, was ich auch sehr gut finde. In den Grundzügen seiner Aussagen kann ich auch sicher zustimmen. Jeder Mensch sollte dafür Sorgen, das er weniger soziale Netzwerkkontakte pflegt und sich lieber häufiger persönlich trifft. Auch seine Aussagen zu der Leistungsermittlung an manchen Lehreinrichtungen kann ich nachvollziehen. Ich denke der Vortrag von Herrn Sinek ist eine Bereicherung und kann zu dem Umdenken bei einigen Menschen führen. Ich Danke Herrn Sinek für die Ansprache der aktuellen Probleme.

Ich denke in Zukunft werden die genannten Probleme sicher mit den Millennials zusammen angegangen und teilweise auch korrigiert. Zu mindestens ist das meine persönliche Hoffnung. Alleine das Leben wird den Menschen die verschiedenen Lektionen beibringen, auch wenn viele sich wahrscheinlich erst sehr spät mit Ihrem Wesen und Ihrer Generation auseinandersetzen. Aktuell sind die Menschen, die zu der Generation Y gehören zwischen 17 und 36 Jahren alt. Es wird also spannend, was wir nach 20 Jahren über die Beschäftigung von Millennials in den verschiedenen Unternehmen für Aussagen treffen können. Sicherlich wird es auch sehr spannend, wie die nächste Generation (Generation Z) sich mit den aktuellen Weltgeschehen auseinandersetzt. Meiner Meinung nach sind solche Diskussionen, wie Sie Herr Sinek mit seinem Vortrag angeregt hat, außerordentlich wichtig und sollten vor allem in Schulen, in Universitäten und durch das Elternhaus deutlich öfter thematisiert werden, als das aktuell der Fall ist.

Falls Du mir Deine Meinung zu dem Thema mitteilen willst, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen.

 

Mehr von Simon Sinek findest Du hier:

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marcelengelmann

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